Interaktive Kommunikation

Spätestens seit Web 2.0 und Social Media definiert sich erfolgreiche Kommunikation zunehmend über Interaktion. Menschen möchten wählen können, integriert sein und Einfluss nehmen auf Inhalte, die ihnen angeboten werden. Auf diese Art werden Botschaften emotional erlebt und Informationen bekommen mehr Aufmerksamkeit.


Interaktion ist ein natürliches Bedürfnis des Menschen. Aber wie funktioniert interaktive Kommunikation überhaupt? Was sind die Auslöser und Wirkungsmechanismen?


Unser Infoanlass im September 2013 war zum Anfassen und Ausprobieren und hat verschiedene Bereiche der interaktiven Live-Kommunikation vorgestellt. Wir haben für Sie Wissenswertes über dieses interessante Thema zusammengetragen.


Grundlagen der Szenografie

Das Verhalten des Menschen im Umgang mit technischen Geräten hat sich im Laufe der Geschichte immer stärker auf einfache Bedienung ausgerichtet. Wenn Technik den Mensch animieren will, muss sie logische Bewegungen anbieten und Geschichten umsetzen, die intuitiv verständlich sind. Szenografie schafft die psychologischen Grundlagen, dass interaktive Elemente Menschen ansprechen.

Take Outs

  • Kommunikation und Interaktion basieren auf bewusster und unbewusster Wahrnehmung
  • Interaktion entsteht durch aktives Handeln und eine entsprechende Rückmeldung
  • Die Wahrnehmungen aller Sinne werden in Interaktion und Kommunikation interpretiert
  • Die Evolution der Tools treibt auch die Erwartungshaltung an intuitive Bedienung voran
  • Mit der technischen Entwicklung werden Bedienvorgänge immer natürlicher und intuitiver
  • Die Szenografie macht die Interaktion mit Installationen zu einem sinnlichen Erlebnis

Design Thinking

Modernes Interaction Design baut meist auf den Regeln der digitalen Welt auf. Dabei werden digitale Prozesse und Hilfsmittel in die Umgebung des Menschen integriert und an seine natürlichen Bewegungen angepasst. Sie schafft digitale Markenerlebnisse und damit eine steigende Akzeptanz der vermittelten Inhalte, wie auch direkten Einfluss für den Konsumenten via verschiedenster Touchpoints. Interaktive Medien werden immer häufiger zu Branding Instrumenten.

Take Outs

Die Schritte eines Interaction Design Projekts:

Discover
  • Geschäft, Marke, Natur verstehen
  • Ziele setzen
Define
  • Kommunikation, Markenerlebnis, Naturerlebnis planen
  • Massnahmen definieren
Design
  • Idee generieren
  • Erlebnis, Oberfläche gestalten
  • Prototyping und Testing
Deliver
  • Styleguide, Interaction Guidelines erstellen
  • Projektlaunch & Nachbesprechung
Distribute
  • Branded Interaction Design weiterentwickeln

Mediale Architektur

Damit Interaktionen auf technischer Basis zuverlässig funktionieren, muss die gesamte Anlage detailliert geplant und sehr exakt installiert werden. Eine saubere Kalibrierung und Feinjustierung tragen genau so zum perfekten Funktionieren bei, wie eine regelmässige Wartung der Geräte. Nur so bleibt die Installation störungsfrei und die Freude der interaktiven Nutzung erhalten.

Take Outs

Anwendungsbereiche für die Informations- vermittlung, Unterhaltung, Signaletik oder Werbung:

  • Empfangsbereichen
  • Kundenzentren
  • allgemeinen Aufenthaltsbereichen
  • Ausstellungen
  • Messen
  • Informationsbereichen

Thema: Touch

Touchapplikationen sind bereits sehr verbreitet und basieren auf verschiedenen Technologien. Der Inhalt, das «Look & Feel», die Umgebung und weitere projektspezifische Details ergeben die Entscheidung für die passende Technologie. Von einfachen Anwendungen bis zu komplexen Applikationen kombiniert mit realen Objekten ist eine Vielzahl von Interaktionen möglich.

Touchscreen

Einfache Lösung mit 65" Touchscreen - speziell: einfach abzufüllende und zu ändernde Ordnerstruktur

Touchtable mit Projektion

Multitouchtable mit hochauflösender Aufprojektion, Interaktion durch Touchfunktion und mit realen Objekten

Touchtable mit Screen

Multitouchtable mit LCD Screen und Kameratracking, Interaktion durch Touchfunktion und realen Objekten

Thema: Gestik

Das Bedürfnis nach berührungsloser Navigation durch Gestik steigt. Verschiedene Technologien sind dafür bereits verfügbar. Je nach Zielpublikum und Art der Gestik an der Applikation wählt man die Technologie.

Kinect

Entwickelt für die X-Box, wurde diese Kamera schnell für berührungslose Steuerung eingesetzt.

Bewegungsmelder

Ein einfacher Bewegungsmelder oder Annäherungssensor kann bereits eine spannende Interaktion auslösen - bewusst oder unbewusst.

Leap

Ein kleines Gerät, welches auch am ehesten dazu genutzt wird, kleine Bewegungen zu detektieren. Quelle: Vimeo

Sensoren

Mit der Hand löst man via Sensoren die Beleuchtung hinter den hunderten von Aluminiumfolien aus, die sich somit öffnen. Quelle: Vimeo

Radar

Bewährte Technologie, basiert auf der Ortung elektromagnetischer Wellen innerhalb eines definierten Radius.

3D Kamerasensor

Kameras scannen den Raum ab, dort wo sich ein Mensch bewegt, stopp der Regen. Es können sich bis zu 10 Personen gleichzeitig im Raum bewegen. Quelle: Vimeo

Thema: Haptik & Manuelle Berührung

Manuelle Bedienung von Maschinen gab es schon immer. Speziell wird es, wenn digitale Anwendungen mit haptischer Wahrnehmung kombiniert werden. So entsteht ein Erlebnis, dass vor allem im edukativen Bereich bei Kindern die grössten Lerneffekte erzielt. Manuelle Steuerungen können durch verschiedenste Bewegungen ausgelöst werden: drehen, drücken, ziehen, stecken usw.

Drehrad

Beim Drehen der Girolle-Kurbel läuft ein Film, je nach Geschwindigkeit langsamer oder schneller und auch rückwärts.

Blättern

Während dem blättern im leeren Buch wird der Inhalt live und interaktiv auf die weissen Blätter projiziert und gleichzeitig der Screeninhalt gesteuert, via einer Infrarotkamera.

Kurbel

Drehen und anfassen, drücken und einstecken - damit können Informationen besser aufgenommen werden.

Laservoting

Die Teilnehmer können mit ihrem Laserpointer auf das für sie zutreffende Antwortfeld zielen. Die Kamera liest die Punkte aus, liefert sie ans System und so entsteht sofort live ein Publikumsvoting.

Berührung

Beliebiger Alltagsgegenstand kann durch Berühren zur Steuerung für Geräusche und Töne werden. Quelle: Vimeo

Thema: Mobile Control

Moderne Mediensteuerungen funktionieren schon lange mit kleinen Touchscreens. Neu sind diese mobilen Geräte jedoch frei programmierbar und somit grundsätzlich mit jeder Technologie kompatibel. Somit können auch Tablets und Smartphones fast überall und jederzeit zur Steuereinheit einer Applikation werden.

App

Gesteuert durch ein iPad werden die verschiedenen Verbindungen des Datennetzes mit der jeweiligen Geschwindigkeit visualisiert.

App

Augmented Reality (computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung) wird längst nicht mehr nur in der Gameindustrie angewendet, sondern verbreitet sich in vielen Bereichen von Kommunikation und Werbung.
Quelle: ZAAK

Thema: Video/Film

Interaktive Filme motivieren den Zuschauer, direkt in die Handlung einzugreifen und damit den Ablauf zu beeinflussen. Der Nutzer wird involviert und nimmt dadurch den Inhalt interessierter auf. Besonders in Schulungsfilmen lässt sich die Wirkung der Botschaft so massiv verbessern und zielorientiert lenken.

Interaktives Schulungsvideo

Ein Schulungsfilm als Handlungsanleitung für die Übergabe eines Neuwagens. Der Verkäufer muss im Laufe der Handlung immer wieder aktiv Entscheidungen 'eingeben' und erlebt so unmittelbar die Reaktion des Kunden.

Thema: Labor

Die technische Entwicklung treibt auch Steuerungen extrem voran. Ob manuell, sensitiv (touch) oder haptisch und sogar bereits mit Gesichtserkennung können Inhalte und Abläufe dynamisch beeinflusst werden. In naher Zukunft ist mit weiteren spannenden Entwicklungen zu rechnen. Bald wird es zuverlässige Steuerungen geben, die durch blosse Gehirnströme oder sensibles Erkennen von Muskelspannung Interaktionen auslösen.

Denkkappe

Elektronische Impulse im Gehirn werden erfasst und in Computerbefehle umgewandelt. Quelle: YouTube

Muskel

Elektrische Ströme in Muskeln werden erfasst und als Computerbefehle umgewandelt. Quelle: YouTube

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